Leben in Ganey Tikva: Porträt einer jungen Stadt

Ganey Tikva ist nicht nur eine junge Stadt, sie ist auch typisch für moderne israelische Städte. Die „Gärten der Hoffnung“ wurden 1949 durch die „Jewish Agency for Israel“ im Großraum Tel Aviv gegründet. Dieses Land befand sich teilweise im Eigentum des jüdischen Nationalfonds und teilweise in Privatbesitz. Zunächst kamen jüdische Familien aus Rumänien, Polen, dem Jemen und Marokko, um sich in den rund 240 “schwedischen“ Häusern anzusiedeln. Rasch entwickelte sich eine moderne Infrastruktur. Am Unabhängigkeitstag 1952  bekamen die Neubürger den ersehnten Stromanschluss.

 

Erst 1954 wurde der Siedlung der Gemeindestatus verliehen und sie erhielt den Namen Ganey Tikva, Gärten der Hoffnung. Viele Einfamilienhäuser wurden errichtet und neue Siedlungsbereiche für Einwanderer erschlossen. Kindergärten, Schulen, Synagogen und auch ein Rathaus rundeten das Angebot ab. Bald wurde jedoch deutlich, dass auf der relativ kleinen Fläche in die Höhe gebaut werden müsste, um der wachsenden Bevölkerung einen ansprechenden und modernen Wohnraum anbieten zu können. Für die neuen Viertel wurden also Hochhäuser geplant.

 

Mit der Wahl von Avishai Levin zum Bürgermeister (1993) erhielt die Stadtentwicklung einen weiteren Schub: Moderne Wasser- und Abwasseranlagen und Recycling-Einrichtungen, mehr als 20 Kreisverkehre und zahlreiche Parks mit unterschiedlichsten Skulpturen wurden errichtet. Die Gemeinde investierte vor allen Dingen in Bildung und Kultur: 1995 wurde das Habama Center mit Theater und Galerie eingeweiht. Eine neue High School geht 2016 an den Start.

 

Die jetzige Bürgermeisterin, Lizy Delaricha, und ihr Gemeinderat planen, die Marke von 20.000 Einwohner zu knacken (aktuell: rund 16.000 Einwohner). Es gibt also noch einiges zu tun, um sich im Großraum von Tel Aviv als eigenständige Gemeinde zu behaupten!

 

 

Ganey Tikva und das „Exzellenz-Prinzip“

 

Pionierarbeit zu leisten in Bildung, Kultur, Sport, Lebens- und Umweltqualität – das ist die Fleißaufgabe, die sich unsere Partnerstadt gestellt hat. Oder andersherum: Ganey Tikva möchte in allen Disziplinen möglichst die Nase vorne haben. Und das gelingt! Unsere Schwesterstadt  hat in den letzten Jahren unzählige Preise gewonnen:

  • Nationaler Bildungspreis
  • 5-Sterne-Preis des „Rates für ein schönes Israel“
  • Preis der Jugendbewegung
  • Preis für Mensch und Computer
  • Keine Gewalt gegen Kinder
  • 10. Platz unter den „TOP-20-Städten zum Leben“
  • 2004: zum ersten Mal die Flagge “Schöne Stadt“
  • 2006: Plakette “Dekade der Exzellenz“
  • 2010: zum zweiten Mal  die Flagge “Schöne Stadt“ (das haben nur drei weitere Gemeinden in Israel geschafft!).

Und tatsächlich ist Ganey Tikva eine wunderschöne, gepflegte und liebevoll gestaltete Stadt, von der wir durchaus vieles lernen können.